19.05.2014

Urheberschutz für übersinnliche Inspirationen

Das Urheberrecht von einem spirituellen Text liegt auch dann beim Verfasser, wenn dieser den Inhalt im Rahmen einer göttlichen Eingebung erhalten hat. Salopp formuliert: Auch wer irre ist kann Urheber sein. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden (Az. 11 U 62/13)

Dazu sagt Dr. Patricia Cronemeyer, Fachanwältin für Medien- und Urheberrecht:
„Das Recht basiert auf Rationalität und Beweisbarkeit – übersinnliche Elemente können dabei grundsätzlich keine Berücksichtigung finden. Ein Mörder kann sich auch nicht damit entlasten, nur das menschliche Werkzeug einer göttlichen Instanz gewesen zu sein. Das hat der BGH bereits im legendären Katzenkönig-Prozess entschieden. Ebensowenig kann Gott oder Jesus Urheber im Rechtssinne sein.“

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